Loyko ist das berühmteste und weltweit erfolgreichste russische Roma-Ensemble. An der Seite des Stargeigers und Gründers, Sergey Erdenko, lassen Artur Gorbenko und Michael Savichev die Saiten ihrer Geigen und Gitarren zu magischen Arrangements verschmelzen. Mit folkloristischer Sentimentalität, atemberaubender Virtuosität und mitreissender Energie zieht das Trio sein Publikum in Bann.
Gründer, treibende Kraft und kreativer Kopf des Ensembles ist zwar Sergey Erdenko. Der 1958 im östlichen Sibirien Geborene spielt seit seinem 5. Altersjahr Geige und studierte an bekannten Musik- und Theaterschulen in der damaligen UDSSR. Entscheidende Impulse lieferten indessen auch die Mitmusiker seines 1990 gegründeten Trios. Sie brachten eigene Elemente aus ihren Spezialisierungen mit ein, unter anderem den Flamenco aus dem spanischen Andalusien oder Impulse aus der Klassik und dem Jazz.
Russische Folklore jenseits von Balalaika und Don Kosaken-Chor
Russlands Traditionen sind weit reicher als die den Westeuropäern geläufigen Klischees von Wodka, Kaviar und wilden, halbakrobatischen Tänzen. Durch die den unermesslichen Weiten des Landes, das in seiner Ausdehnung vom östlichsten Zipfel Asiens bis hinein nach Europa und vom Polarmeer bis in die Wüsten Zentralasiens reicht, zogen seit jeher Nomaden. Neben ihren Herden und Waren brachten sie in ihrem Gepäck auch ihre kulturellen Schätze in alle Landesgegenden.
Das Zigeunerleben ist gar nicht so lustig …
Gypsy-Romantik ist zum grossen Teil eine folkloristisch verklärte Vorstellung, die wenig mit der Realität gemein hat. «Fahrende», darunter Sinti und Roma, waren seit alters her in allen Teilen der Welt Randgruppen. Und galten damit gesellschaftlich wie ökonomisch als unberechenbar – nicht integriert und litten unter dem Argwohn der Sesshaften. Ausgeschlossen von der Gesellschaft blieben ihnen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wenig geachtete Tätigkeiten wie beispielsweise Scheren- und Messerschleifen oder Pfannenflicker. Einigermassen akzeptiert, teils gar hochwillkommen, waren sie indessen als wandernde Unterhalter, als Musikanten bei den Festen der Sesshaften.
Verfolgt, aber Traditionen bewahrt
Entgegen aller Klischees sind die meisten Roma heute sesshaft. In der Sowjetunion unter der Stalindiktatur gar wurden die letzten Roma «zwangsintegriert». Deportiert nach Sibirien wurden sie zu «nützlichen Bürgern» umerzogen. Bewahrt haben sie trotz allen Repressionen Teile ihrer kulturellen Identität, darunter neben den Sprachen ihre Musik. Sergey Erdenko, Mitglied von Loyko, sagt das so: «Wenn ein Kind bei uns aufwächst, dann geben wir ihm nicht nur zu Essen, wir füttern es auch mit Musik.»
Line-up:
Sergey Erdenko - Violine, Gesang
Artur Gorbenko - Violine, Gesang
Michail Savichev - Gitarre, Gesang
Türöffnung: 20.00
Konzertbeginn: 20.30
Er setzt sich mit Rock; Engagement und viel Energie für sein Heimatland Tibet ein.
Als einer der aktivsten und bekanntesten tibetischen Musiker in Europa verpackt er seine Anliegen mit seiner Band Porok Karpo in erdigem Pop Rock. Und schlägt so über die Musik eine Brücke, über die er seine Botschaft an sein Publikum trägt.
Sein Anliegen ist seit vielen Jahren die Freiheit des von China besetzten Landes. Im Mai 2012 absolvierte der Aktivist einen Fußmarsch von Bern nach Genf, um die Öffentlichkeit sowie die UNO und die Schweizer Regierung auf das Unrecht in Tibet und den langsamen Genozid aufmerksam zu machen. Er sprach mit Passanten, spielte gelegentlich als Musiker auf und nahm zuletzt vor dem UNO-Gebäude auf der Place des Nations an einem grösseren Konzert teil.
Line-up:
Loten Namling: Gesang
Patrick Lerjen: Gitarre
Mik Keusen: Piano
Philipp Moll: Bass
Muso Stamm: Drums
Türöffnung: 20.00
Konzertbeginn: 20.30
Die beiden Herren sind Richter im Hauptberuf. Und Rockmusiker mit einem Kabarettprogamm in ihrem anderen Leben.
Sie sinnieren über den lieben Gott und die böse Welt und wälzen Probleme, die es nicht gibt. Ihre Lieder sind witzig, bissig, tiefgründig, schön und berührend. IRGENDWENN heisst ihr erstes abendfüllendes Kabarettprogramm. Weniger Egli enthüllen darin die Menschen und ihren Alltag. Und wenn die Welt schon böse ist, so bringen Weniger Egli ihr Publikum halt dazu, Boshaftigkeit und Dummheit zu geniessen. Ärger und Gram bringen ja nichts. Es soll ja auch alles besser werden, irgendwie und IRGENDWENN.
Beide sind Flawiler. Mit ihrer Rockband Piggnigg haben sie schon zahllose Konzerte gegeben und bisher 8 CD-Alben veröffentlicht. Und da Piggnigg ihre Musik stets mit geistreichen Texten verbanden, war der Schritt auf die Kabarettbühnen klein.
Line-up:
Wolfgang Egli - Gitarre / Gesang
Daniel Weniger - Bass / Gesang
Türöffnung: 19.30
Konzertbeginn: 20.30