Klein aber wirklich oho!

Bereits zum elften Mal präsentiert Afrika einige seiner Schätze im Rahmen eines Mini-Festivals dem Publikum.
Und bringt die Sonne und die Lebensfreude der Menschen des schwarzen Kontinents ins spätherbstliche Flawil.
Auch bei dieser Ausgabe geht es hoch her, wie ihr seht.
Einfach hereinspaziert: Es gibt viel zu hören, zu sehen und zu geniessen.

Afrikanisches Buffet mit wunderbaren Menues und kulinarischen Leckereien u.a. von Desirée, die feinste Beignets anbietet.

Workshops mit Tarang, Moussa und Sadio Cissokho

15.45 - 16.45 Djembe für Anfänger
17.00 - 18.00 Djembe für Fortgeschrittene
17.00 - 18.00 Kora-Crashkurs

Kosten: CHF 25. — pro Workshop | Anmeldung empfohlen: info@kulturpunkt-flawil.ch

Vorgruppe

Siselabonga (Uprising African Music) 

Herrliche Songs, verpackt in eine ungewöhnliche Instrumentierung - kluge Arrangements, die aufhorchen lassen.

Siselabonga entstanden aus einer Begegnung über die Kulturen hinweg, nicht aus einem Konzept. Die so gewachsene Freundschaft und Dringlichkeit beseelt ihre Debut-CD „Binta“ und unterscheidet sich wohltuend von vielen schöngeistigen Produktionen über kulturelle Grenzen hinweg.
Die jungen Musiker kennen weder Scheuklappen noch Berührungsängste und erschaffen ein melodiöses Klanguniversum, in dem sich Mandingo-Tradition, Singer-Songwriter, Pop und improvisierte Musik begegnen und in einen berührenden Dialog treten.

Line-up:
Tarang Cissokho - Kora / Gesang
Glauco Cataldo - Gitarre / Gesang
Fabio Meier - Perkussion

Mokoomba  (Zim-Acoustic-Rock)

Ihre Lieder handeln von alten Traditionen und dem Leben in ihrer Heimatstadt Victoria Falls, einer Stadt am Sambesi Fluss, benannt nach den spektakulären Victoriafällen im südlichen Afrika. Mit einer Mischung aus traditionellen Rhythmen und dem zeitgenössischen Zim-Rock erobern sie zur Zeit die Welt im Sturm.
Das neue Album "Luyando" bedeutet Liebe in Tonga, eine Sprache, die von den Ureinwohnern  des Sambesi-Tals im südlichen Afrika gesprochen wird. Lyrisch und schön luftig ist Luyando auch eine spirituelle Reise ins Herz der zimbabwischen Gesellschaft, Kultur und Tradition.

Line-up:
Mathias Muzaza - Gesang
Trustworth Samende - Gitarre
Abundance Mutori - Bassgitarre
Donald Moyo - Keyboard
Miti Mugande - Perkussion
Ndaba Coster Moyo - Drums

 

 

 

 

Preis
Eintritt frei: Kollekte, Empfehlung: CHF 35.-

Trommeln tut gut. Der monatliche Djembekurs für Anfänger und Fortgeschrittene...

Völlig unkompliziert, keine Anmeldung erforderlich, Instrumente sind vorhanden.

 

 

Preis
Lektion 1,5 Stunden Kosten Fr. 25.—

Die Ayekoo Drummers sind ein international gefeiertes Perkussions-Ensemble aus dem westakfrikanischen Ghana. Ihr Auftritt ist eine phantastische Show für Augen, Ohren und Seele.

Verwurzelt in der Tradition westafrikanischer Trommelkultur, spielen sie auch ihre eigenen zeitgenössischen Arrangements, pikant gewürzt mit einer Prise Jazz. Mit ihren Instrumenten von grossen, donnergrollenden Trommeln bis hin zu kleinen, sprechenden Trommeln, Balafon, Flöte, einem reichen Sortiment an Rhythmusinstrumenten, Glocken und allem, was irgendwie klingt, zeigen die Ayekoo Drummers, wie mitreissend Musik sein kann.

Das Ensemble Ayekoo Drummers of Ghana wurde 2007 in Accra, Ghana gegründet. Alle Mitglieder erhielten ihre Ausbildung an der Ghana National Theatre, wo sie auch mit dem berühmten hauseigenen Jugendorchester spielten.

Ueber die Jahre hat die Gruppe einen einzigartigen Stil aus afrikanischen Rhythmen und Jazz-Elementen entwickelt. Sie waren in Afrika und Europa auf Tournee, wo sie in Benin, Marocco, Togo, Oesterreich, Deutschland, Italien und in der Schweiz mit ihren temperamentvollen Darbietungen für Furore sorgten. Sie wurden zwei Mal and das Jazz Festival in Montreux geladen und spielten auch and dem BLUETONE Donau Festival und dem Verona Jazz Festival. Zudem haben sie für zahlreiche Dokumentarfilme gespielt und deren sound tracks komponiert.

Auf ihrer fortwährenden musikalischen Reise, sei es bei Konzerten, in Schulzimmern oder Workshops, will das Ensemble zu neuer Vitalität hinreissen und über die Musik ihr Publikum an der ghanaischen Lebenslust und Fröhlichkeit teilhaben lassen. Ayekoooo

Line-up:
Alex Kojo Tseh
Dickson Kwabena Darko
Thomas Kojo Donkor
Raymond Odai Laryea
Allotey Mingle

Preis
Eintritt frei: Kollekte, Empfehlung: CHF 30.-

Seit 2001 lebt die afrikanische Sängerin Nilsa in der Schweiz. Sie arbeitet zur Zeit an ihrem vierten Soloalbum. In der neue Produktion befasst sie sich auch mit den Grooves ihrer Heimat Moçambique, ein Land am indischen Ocean voller verschiedener Kulturen und Musik. Aus dem Zentrum des Landes kommt Utsi und Mandoa. Marrabenta spielt man hauptsächlich in Maputo, der Hauptstadt im Süden von Moçambique und Balladeske Klänge ist die Eigenheit in Cabo Delgado im Norden. Aber auch Ragga, Reggae und Rap haben nach wie vor ihren Platz in Nilsas einzigartiger Musik.

Von Rap und Hip Hop zu Gesang und Afro Rhythmen

2005 präsentierte Nilsa ihr erstes Soloalbum „Mamã“. Noch ganz dem Rap und Hip Hop verpflichtet begann sie schon da, zusammen mit ihrem  Partner Rolf Mosele, afrikanische Sounds und Grooves mit in ihre Musik einfliessen zu lassen. Mit ihrer Band spielte sie in der Folge viele Konzerte in namhaften Clubs wie Moods Zürich, Progr Bern, Mühle Hunziken u.s.w. aber auch an Openairs wie in Montreux oder Berlin.

Mit den darauf folgenden CD Produktionen „Aphale“ 2010 und „Eu sou de Cor“ 2012 wurde aus der Rapperin mehr und mehr eine Sängerin und Songschreiberin. Nilsa nahm Gesangsunterricht, besuchte die Jazzschule Bern und lernte Gitarre und Perkussionsinstrumente spielen. Sie ist heute eine komplette Künstlerin mit einem breiten Repertoire an Eigenkompositionen, die von gefühlvollen Balladen bis zu unterhaltsamen Tanznummern reichen.

Lebenslust in allen Farbtönen

„Eu sou de cor“ heisst Nilsas drittes Album ( Release 13. April ) – ich bin farbig! Das darf man wörtlich nehmen, denn schwarz ist nur eine von vielen Facetten in der Musik der Sängerin aus Moçambique. Der ebenso homogene wie eigenwillige Stilmix aus Reggae, Pop und Hip-Hop mit afrikanischem Vibe kommt derart entspannt und leichtfüssig daher, dass das Tanzbein automatisch zu zucken beginnt.

Nilsa ist sich treu geblieben: auch auf dem dritten Album „Eu sou de cor“ zeigt die moçambikanische Sängerin, daß musikalische Verspieltheit und Lockerheit problemlos mit inhaltlicher Eindringlichkeit kombinierbar sind. Wie ein Chamäleon wechselt Nilsa zwischen Portugiesisch, Englisch, Spanisch oder Cena, ihrer afrikanischen Sprache aus Moçambique, und so gelingt es ihr auf wunderbare Weise, dichte atmosphärische Spannungen aufzubauen und den Hörer mitzunehmen in ihre Welt irgendwo zwischen Moçambique und der Schweiz.

Dass Nilsa, die mit Rolf Mosele, dem Gitarristen und Produzenten des Albums, verheiratet ist und mit ihm zwei Kinder hat, ihrer Heimat nicht den Rücken gekehrt hat, merkt man bereits in „Africa Muatani“, in dem sie ihre Landleute eindringlich dazu auffordert, das Leben in ihre eigenen Hände zu nehmen und ihre „fruchtbaren Felder zu bestellen“. Auch in „Chamuari“, das sich von einer wehmütigen Ballade zu einer Tanznummer mit fast karibischem Feeling steigert, steht die afrikanische Realität im Fokus: ein Freund wird für tot gehalten, bis sich herausstellt, daß er lediglich im Gefängnis war - für den Bruder des Freundes Anlaß genug, Geld von Freunden für eine angebliche Überführung des Leichnams zu schnorren.
Grandiose Momente beschert uns Nilsa auch, wenn sie etwa im unglaublich treibenden Ohrwurm „Tchamuana chiro“ demonstriert, wie verdammt cool portugiesische Raps krachen können.

Verdammt cool oder „Maning nice“, wie das in Moçambique heißt, ist auch Nilsas Band, die aus lauter bekannten Gesichtern der Schweizer Funk-Szene besteht. Drummer Booxy Aebi (Grand Mother’s Funck) und Basser Pascal Kaeser (James Brown Tribute Band) legen einen dermaßen soliden Grooveteppich, daß es für Gitarrist Rolf Mosele (Funky Brotherhood) und Hammond-Organist Thomas Bauser eine Freude sein muß, in allen Klangfarben Muster reinzuweben. Die Diszipliniertheit, mit der die Band agiert, läßt Nilsas Stimme viel Raum, ohne sie je verloren wirken zu lassen. Man versucht nicht, auf Biegen und Brechen afrikanisch zu klingen, sondern konzentriert sich darauf, in angenehm reduzierter und dosierter Weise den Songs das zu geben, wonach sie verlangen.

„Eu sou de cor“ ist eine Farbexplosion, die wahnsinnig gute Laune macht. So unverkrampft, frisch und mit so viel Herzblut getränkt kommen die Tracks daher, daß es geradezu folgerichtig scheint, daß einer der Höhepunkte des Albums „Love is a Song“ heißt. Diese hitverdächtig coole Hip-Hop-Nummer, in der sich Nilsa die Vocals mit Freda Goodlet (Funky Brotherhood) und Akil the MC (Jurassic 5) teilt, verläßt unsere Gehörgänge nur ungern wieder.

„Eu sou de cor“, das ist das beste aus zwei Welten: das ist Fröhlichkeit mit Tiefgang, das ist Power und Verletzlichkeit, das ist Nilsa. Und wer diese Lebenslust auch physisch erleben möchte, der darf sich freuen auf knisternde Konzertabende mit Nilsa und Band und sollte sich nicht allzu warm anziehen, es könnte heiß und feucht werden…

Line-up:
Nilsa - Perkussion / Gesang
André Buser - Bass
Rolf Mosele - Gitarre
Peter Haas - Drums

Türöffnung: 20.00
Konzertbeginn: 20.30

Preis
Eintritt frei: Kollekte, Empfehlung: CHF 25.-

Weniger und Egli sind Richter und Rockmusiker. Schon lange war klar, dass sie ihre Lieder und ihre geistreichen Texte nicht   nur als Band sondern auch als Kabarettisten ungefiltert zu den Leuten bringen müssen. Ihre Lieder sind witzig, bissig,  tiefgründig, schön und berührend.

IRGENDWENN heisst nun ihr erstes abendfüllendes Kabarettprogramm. Weniger Egli enthüllen darin die Menschen und ihren Alltag. Sie sinnieren über den lieben Gott und die böse Welt und wälzen Probleme, die es nicht gibt. 

Als Schwarzfahrer in einem Zug voller Schwarzfahrer machen sie Billetkontrollen. Eine Frechheit.
Und wenn die Welt schon böse ist, so bringen Weniger Egli ihr Publikum halt dazu, Boshaftigkeit und Dummheit zu geniessen. Ärger und Gram bringen ja nichts.

Es soll ja auch alles besser werden, irgendwie und IRGENDWENN. 

Line-up:
Wolfgang Egli - Gitarre / Gesang
Daniel Weniger - Bass / Gesang

Türöffnung: 19.30
Konzertbeginn: 20.30

Preis
Eintritt frei: Kollekte, Empfehlung: CHF 35.-

Loten Namling ist einer der aktivsten und bekanntesten tibetischen Musiker in Europa. Auf der Flucht seiner Familie im Himalaya geboren und in Indien aufgewachsen, setzt sich Loten seit vielen Jahren für die Freiheit des von China besetzten Landes ein. Seine Lieder erinnern an die reiche Tradition und Kultur des Tibets; in der Gruppe Porok Karpo bringt er zusammen mit dem Schweizer Gitarristen Patrick Lerjen die überlieferten Melodien in Einklang mit erdigem Pop und alternativem Rock. Lotens kraftvoller Gesang schreitet dabei stolz über eine zerklüftete Landschaft aus harten Beats und aufrührerischen Gitarren, nur um wenig später wieder filigran in sich einzukehren. Der Kampf für ein unabhängiges Tibet hat wohl noch nie so frisch geklungen wie bei dieser Band.

Line-up:
Loten Namling - Gesang
Patrick Lerjen - Gitarre
Mik Keusen - Piano
Philipp Moll - Bass
Muso Stamm - Drums

Preis
Eintritt frei: Kollekte, Empfehlung: CHF 30.-

Was haben so unterschiedliche Musiker wie der altehrwürdige Geigen-Zar Yehudi Menuhin und der Gitarrist Ronnie Wood von den einst als Böse-Jungs-Band inszenierten Rolling Stones gemeinsam? Oder auch der österreichische Meister-Illusionist André Heller?

Sie alle arbeiteten schon einmal zusammen mit: Loyko.

Loyko, das ist ein russisches Gypsy-Ensemble, das in seiner gegenwärtigen Aufstellung als Trio mit zwei Violinen und Gitarre spielt.
Die Gruppe rund um ihren Mastermind, den Geiger Sergey Erdenko, gründet auf der russischen Tradition der Roma-Musik und deckt ein weites emotionales Spektrum ab, von sehnsüchtiger Melancholie und Sentimentalität bis hin zu feurigstem Virtuosentum.
Die drei stilistisch breit ausgebildeten Musiker erkunden diesen großen Schatz an Zigeunermusik und beleuchten ihn immer wieder neu, indem sie Elemente aus Flamenco, Klassik und Jazz integrieren und sich von den unterschiedlichsten Spielarten der Weltmusik inspirieren lassen.

Von dieser einzigartigen Mélange geht ein Zauber aus, dem viele der namhaftesten Künstler und Musiker-Kollegen erliegen, vom stets begeisterten Publikum ganz zu schweigen. Weit über 10 CDs hat Loyko seit seiner Gründung 1990 veröffentlicht.

Das Ensemble wurde von Sergey Erdenko gegründet. Konstante und Basis der künstlerischen Arbeit war immer die russische Roma-Musik, die durch Begegnungen mit keltischer, traditioneller rumänischer und ungarischer Musik sowie der Auseinandersetzung mit klassischer Musik bis hin zum Flamenco kontinuierlich stilistisch und klanglich erweitert wurde.

Vorbild und Namensgeber war Loyko Sobar. Jener legendäre Geigenvirtuose aus dem 18. Jahrhundert, den man mit Paganini verglich.

Line-up:
Sergey Erdenko - Violine, Gesang
Artur Gorbenko - Violine, Gesang
Michail Savichev - Gitarre, Gesang

Preis
Eintritt frei: Kollekte, Empfehlung: CHF 30.-